CSU-Fraktion erfreut: Stadtbibliothek behält ihren Namen

Die Tinte unter den Verträgen zum Übergang der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg an den Freistaat Bayern ist noch nicht ganz trocken, aber eine wichtige Sache ist schon jetzt klar: Der alte Name wird erhalten bleiben. Dies teilt der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst der CSU-Stadtratsfraktion Augsburg mit. „Wolfgang Heubisch reagiert damit auf unseren Vorschlag, dass die Einrichtung auch nach dem Wechsel ‚Staats- und Stadtbibliothek Augsburg’ heißt“, berichtet Fraktionschef Bernd Kränzle.

Einen Antrag an den Stadtrat hatte die CSU-Fraktion bereits gestellt, um die Verwaltung damit zu beauftragen, bei den Verhandlungen über die Übergabe besonders darauf zu achten, dass die Bezeichnung „Stadtbibliothek“ nicht aus dem Namen gestrichen wird. Zum Erfolg führte durch den Zeitdruck aber nicht der Antrag, sondern die weiteren Initiativen der Fraktion, erklärt der kulturpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Andreas Jäckel: „Wir haben parallel unsere guten Drähte zur Staatsregierung genutzt, um in der Sache voranzukommen.“

Den zuständigen Staatsminister Markus Söder (Finanzen) und Wolfgang Heubisch (Wissenschaft) legten die Augsburger dar, dass der bisherige Name mit Staats- und Stadtbezug Sinn habe. Die Bestände seien nach Stadt und Staat geteilt, den wichtigen freistaatlichen Aspekt der Bibliothek sah die CSU-Fraktion durch die Voranstellung des „Staats-“Wortes in der Bezeichnung „Staats- und Stadtbibliothek“ gesichert, berichtet Stadtrat Ralf Schönauer (CSU).

Das sah man in München genauso: „Ich kann Ihnen mitteilen, dass von Seiten des Freistaats Bayern Einverständnis besteht, dass die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg auch nach der Verstaatlichung den bisherigen Namen beibehält“, erklärt Heubisch in einem Brief an die Fraktion.

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Veröffentlicht
10:53:00 30.10.2012