Die Straßenbahn von Augsburg nach Königsbrunn kommt

Um das Jahr 2020 herum wird die Tram-Linie 3 von Augsburg nach Königsbrunn in Betrieb genommen, wenn es nach dem Willen der beiden Städte und des Landkreises geht. In einem heutigen Spitzengespräch vereinbarten Vertreter der drei Kommunen, die Straßenbahn zu realisieren. „Dieser Durchbruch nach intensiven Verhandlungen ist auf Augsburger Seite vor allem unserem Oberbürgermeister Gribl und seinem enormen Einsatz für dieses verbindende Projekt zu verdanken“, stellt CSU-Fraktionschef Bernd Kränzle fest. Die Gespräche mit Gribl führten sein Amtskollege Franz Feigl aus Königsbrunn und Landrat Martin Sailer. „Die Herausforderung war dabei, Bau und Betrieb der Linie so zu vereinbaren, dass es für alle drei Seiten fair ist“, erklärt Kränzles Stellvertreter Peter Uhl. „Das ist vollkommen gelungen.“

Über die aktuelle Endstation Inninger Straße wird die Linie 3 an der Postillionstraße weiterführen und im Königsbrunner Zentrum an der Therme wenden. Auf den derzeit pendelnden Schnellbus zwischen beiden Städten könnte dann verzichtet werden. Die Betriebskosten der verlängerten Linie 3 sind unter den beteiligten Kommunen aufzuteilen, alles Weitere – wie der genaue Minutentakt des Fahrplans – sind Detailfragen. „Die Trasse ist ebenfalls unstrittig“, erklärt Baureferent Gerd Merkle (CSU).

„Wenn der Augsburger Stadtrat und der Königsbrunner Stadtrat zustimmen und der Kreistag grünes Licht gibt, werden die Förderanträge gestellt“, schaut CSU-Fraktionsvizechef Leo Dietz in die Zukunft. 80 Prozent der geschätzten 34 Millionen Euro Baukosten könnten so aufgefangen werden. Rund 10.000 Menschen werden täglich die neue Strecke nutzen. „Es ist ein deutliches Signal der gesamten Region und wird das weitere Wachstum sehr unterstützen“, so Dietz abschließend.

(Origrinal als PDF)



Veröffentlicht
15:45:00 03.12.2015