CSU-/SPD-Antrag: Bebauungsplan Hochzoll

Die Fraktionen der SPD und CSU beantragen im Augsburger Stadtteil Hochzoll Nord, die Entwicklung eines Bebauungsplanes für den Teilraum (gem. Lageplan mit Kennungen) südlich des Neuen Ostfriedhofs zwischen der Blücherstraße im Osten, dem Neuen Ostfriedhof im Norden, der Geschosswohnbebauung im Bestand an der Karwendelstraße im Westen und Geschosswohnbebauung im Bestand nord-östlich der Füssener Str. im Süden.

Auf der Basis der Entwicklungsskizze der Leitung des Stadtplanungsamtes (s. Anlage) sollen folgende Nutzungen berücksichtigt werden:

  • Bestattungsmöglichkeiten für jüdische Bürgerinnen und Bürger
  • Steinmetzbetrieb
  • Kleingärten
  • Primär Wohnbebauung auf Mietbasis mit 30 % bezahlbaren Wohnbau und Parkmöglichkeiten
  • Wegeverbindungen mit Hochzoll Nord (s. Plankennung)
  • Evtl. ein dringend notwendiger Bypass zur Karwendelstraße (s. Plankennung)

 


Begründung:

Auf einem Teil der aufgelassenen Erweiterungsflächen des Neuen Ostfriedhofes, die nicht mehr benötigt werden, sollen Entwicklungsflächen ausgewiesen werden. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, weitere landwirtschaftliche Flächen, im Eigentum Dritter, in Wohnbauflächen umzuwidmen. Es ist ersichtlich, dass diese Wohnflächenergänzungen nach Süden bis zur bestehenden Geschosswohnbau-Beständen für den Stadtteil Hochzoll und  Lechhausen dringend notwendig sind, um einen Beitrag zur Verringerung des Wohnflächendefizits im Stadtgebiet zu leisten.

Entlang der Blücherstraße sind Gebäude so auszubilden, dass dem Immissionsschutz genüge getan werden kann. Zudem sind bestehende Wegeverbindungen aus den Siedlungsbeständen so weiterzuführen, dass evtl. über einen südlichen Zugang zum Neuen Ostfriedhof die fußläufige Verbindung des Friedhofs und die Kleingartenflächen mit Hochzoll Nord optimiert werden können.

Die der israelischen Kultusgemeinde Augsburg bereits in Aussicht gestellte Fläche für einen weiteren jüdischen Friedhof in Augsburg ist in der Umgebung des ansässigen Steinmetzbetriebes zu sichern.

Daneben ist in diesem Zuge zu prüfen, inwieweit eine Durchfahrt über private Wohnbauflächen (s. Kennung im Plan) zu verhandeln und zu realisieren sind. Private Garagen, die hiervon betroffen sind, müssen dann Ersatz finden. Diese theoretische Durchfahrt würde den dringend notwendigen "Bypass" für Hochzoll Nord ermöglichen.

Im Flächennutzungsplan sind auf der besagten Fläche landwirtschaftliche Flächen dargestellt. Eine Umwidmung im Flächennutzungsplan hat parallel zu erfolgen.  


Uz.:

Bernd Kränzle
Fraktionsvorsitzender
CSU-Fraktion

Margarete Heinrich
Fraktionsvorsitzende
SPD-Fraktion

Max Weinkamm
Stadtrat
CSU-Fraktion

Stefan Quarg
Stadtrat
SPD-Fraktion

(Original als pdf)


Veröffentlicht
09:31:00 08.12.2016