„Offensive Wohnraum“: Langzeitkonzeption für eine ausgewogene Stadtgesellschaft

Die Stadt Augsburg wächst. Die Dynamik hängt untrennbar mit der  CSU-geführten strategischen Entwicklung der Stadt seit 2008 zusammen. 

Augsburg vergrößert sich: Organisches Wachstum
Neue Technologien am Innovationspark und die Gründung einer Medizinischen Fakultät im Rahmen der Entwicklung des Klinikums zur Uniklinik führen zu sicheren und hochwertigen Arbeitsplätzen. Der Neubau des Königsplatzes, der Ausbau des ÖPNV und der Umbau des Hauptbahnhofs bringen neue und moderne Mobilität. Der Umbau und die Neugestaltung der Innenstadt schaffen Lebensqualität und stärken den Einzelhandel. Mit dem Kultur- und Bildungsprogramm werden rund 180 Millionen Euro in die Sicherung von Kultur und rund 300 Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau der Schulen investiert. Augsburg boomt. „Die neuen und alten Augsburger leben gerne in ihrer Stadt, sie stimmen mit dem Umzugswagen ab“, so Bernd Kränzle, Vorsitzender der CSU Stadtratsfraktion.

Keine Zwei-Klassen-Mieter
Dass mit steigender Attraktivität der Stadt auch der Bedarf an Wohnraum zunimmt, ist bekannt. Seit Jahren werden immer mehr Wohnungen in Augsburg gebaut. Auf den Neubauflächen der ehemaligen US-Kasernen, im Textilviertel und auf zahlreichen anderen innerstädtischen Flächen hat eine bundesweit beachtete Wohnbauentwicklung mit hoher Lebensqualität stattgefunden. „Mit unserem Sanierungs- und Modernisierungsprogramm für rund 6000 Wohnungen unserer städtischen Wohnungsbaugesellschaft haben wir aktiv gesteuert, dass kein Zwei-Klassen-Mietniveau entsteht“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Aufsichtsratsmitglied der WBG, Leo Dietz.

Mehr Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten
Konsequent strategisch ist jetzt der Antritt für ein Aktivprogramm zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Denn, so Dietz weiter: Gegen steigende Mieten und Wohnraumknappheit kann die Mietpreisbremse oder ein Mietspiegel erfahrungsgemäß nicht helfen, weil dadurch kein einziger Quadratmeter Wohnraum mehr geschaffen wird. Was wir brauchen ist: Bauen, bauen, bauen.“
Mit Unterstützung der CSU-Stadtratsfraktion hat OB Dr. Kurt Gribl die „Offensive Wohnraum“ vorgestellt. Aus fünf großen Handlungsfeldern besteht er: Baurecht für neue Baugebiete, Erweiterung des städtischen Wohnungsbestands, Aktivierung von Leerstandsflächen und Nachverdichtungspotentialen, Eigentumsbildung für Familien und Wohnraumversorgung für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
 
Für OB Dr. Kurt Gribl kommt es darauf an, dass nicht nur Symptome kuriert werden: „Natürlich brauchen wir günstigen Wohnraum für sozial Schwache – das ist aber bei weitem nicht alles: Es kommt darauf an, dass wir die Grundlagen für eine ausgewogene Stadtgesellschaft schaffen, also für Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten sorgen, nicht nur Sozialwohnungen. Sonst würde unsere Stadtgesellschaft auf Dauer nicht tragfähig sein. So wie wir unsere Stadt auch bei den anderen Handlungsfeldern Wirtschaft, Bildung, Kultur, Mobilität und Lebensqualität ganzheitlich positiv entwickelt haben, so brauchen wir auch für das Thema Wohnen einen strukturellen und ganzheitlichen Ansatz. Im freien und geförderten Wohnungsbau werden wir kurz- und mittelfristig den Bau von rund 5000 und langfristig von weiteren rund 5000 neuen Wohnungen ermöglichen. Darüber hinaus wird alles weitere mobilisiert, was möglich ist, von der Leerstandsaktivierung bis zur Umzugshilfe für Senioren.“

Ganze Bandbreite der Stadtregierung gefordert
Das Programm zur Wohnraumschaffung stellt eine referatsübergreifende Herausforderung dar. Bernd Kränzle:  „OB Dr. Kurt Gribl hat nicht nur mit Weitsicht das Neubauprogramm von 600 Wohneinheiten der WBG als Programmpunkt für den Koalitionsvertrag vorgegeben, sondern mit der Vorstellung des Konzepts auch den Schulterschluss der geforderten Referenten parteiübergreifend gefügt: Baureferent Gerd Merkle ist für die planerische Stadtentwicklung und Genehmigungsverfahren zuständig, Bürgermeisterin Eva Weber als Finanz- und Liegenschaftsreferentin für Konzepte zur Stärkung der WBG und für Eigentumsförderung für Familien sowie Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer für Maßnahmen mit vorwiegend sozialem Charakter, insbesondere für Bedarfe von Menschen in besonderen und schwierigen Lebenslagen. Unsere Stadtregierung ist gut geführt und handlungsfähig.“

Neue Wege: Beratungskarawane
Ganz neu ist der Ansatz zur Erschließung bestehender und ungenutzter Wohnpotentiale: „Ich spreche dabei von stillen Reserven, die aktiviert werden müssen. Nutzung von Leerständen, Nachverdichtung durch Aufstockung oder Dachausbau, Anbauten oder Schließung von Baulücken“, so OB Dr. Gribl weiter. Dieses Handlungsfeld muss organisatorisch erst aufgebaut werden. Ziel ist die gezielte Beratung von Haus- und Grundstückseigentümern, auch vor Ort mit einer Beratungskarawane durch die Stadtteile.

(Original als PDF)
 


Veröffentlicht
10:49:00 14.03.2017