CSU-Antrag: Unterflursysteme als platzsparende Müllbeseitigungslösung

Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt, die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen, in welcher Größe Flächen im Stadtgebiet und die Anzahl der Fahrten von Entsorgungsfahrzeugen eingespart werden könnten, wenn die Müllbeseitigung in der Stadt Augsburg auf Unterflursysteme umgestellt werden würde.

 

Begründung:

Unterflursysteme sind im Boden versenkte Müllbehälter, in denen der Müll mit hohem Druck komprimiert zwischengelagert wird, anstatt in den klassischen Mülltonnen. In Hamburg, Berlin, Duisburg oder Hagen wurden die Systeme bereits eingeführt. In München werden die Unterflursysteme nun erstmals in einem neuen Wohnquartier im Stadtteil Hadern zum Einsatz kommen.

Unterflursysteme bieten eine Vielzahl an Vorteilen, die den Einrichtungskosten gegenüberstehen. Zunächst entsteht zusätzlicher Nutzraum, der in Zeiten von Wohnraumknappheit und Nachverdichtung dringend benötigt wird. Durch eine komprimiertere Lagerung des Mülls in den Behältern könnten Entsorgungsfahrten eingespart werden. Des Weiteren wäre durch die Sensorik der Systeme eine nutzergerechtere Abrechnung der Entsorgungskosten möglich. Außerdem ist die Niedrigbauweise der Entsorgungsöffnungen barrierefrei und damit eine Entlastung von Rollstuhlfahrern, die sonst auf fremde Hilfe angewiesen sind, um ihren Müll zu entsorgen. Und schließlich würde die gerade in den Sommermonaten starke Geruchsbelastung klassischer Müllbehälter durch Unterflursysteme entfallen. 



Uz.:

Bernd Kränzle, MdL
Fraktionsvorsitzender

Johannes Hintersberger, MdL
Stadtrat

(Original als pdf)

 

 

 



Veröffentlicht
14:23:00 25.07.2018