Kurhaus-Areal: CSU-Fraktion verwundert über Kritik und verteidigt Vorschläge

Mit einiger Verwunderung nimmt die CSU-Stadtratsfraktion die Kritik „anderer Parteien und Wählervereinigungen“ (Augsburger Allgemeine vom 12.09.) zur Kenntnis. Der Hintergrund: Für den Erwerb des Nachbargrundstücks am Kurhaus Göggingen durch den Bezirk Schwaben sprach sich die CSU-Fraktion öffentlich am Freitag aus. Zugleich machten ihre Stadträte konkrete Vorschläge für die Nutzung der Immobilie mit einem Bürgerbüro sowie der Stadtteilbibliothek und – damit verbunden – der Räume im Alten Rathaus. „Die plötzliche Aufregung ist nun doch ein wenig unverständlich“, so Fraktionschef Bernd Kränzle.

 
„Wir haben das angestoßen, um die Dinge konzeptionell voranzubringen“, erklärt Leo Dietz (CSU) und erinnert an den Prüfantrag von 2012, mit dem sich seine Fraktion für ein Bürgerbüro einsetzte. „Jetzt sehen wir da Chancen, zeigen diese auf und machen Vorschläge, und das ist einigen nun auf einmal nicht recht“, so Dietz. Der Stadtrat will aber „nicht spekulieren, was da jeweils vielleicht reine Taktik ist oder wer unsere öffentliche Erklärung nur grob überflogen hat und sie einfach nochmal lesen sollte“.
 
Jahrelang für das Kurhaus-Areal eingesetzt hat sich Ingrid Fink (CSU). Sie sitzt für Göggingen im Stadtrat und stellt klar: „Wir waren nie gegen den Kauf von Nachbargrundstücken, sondern immer für das Kurhaus; es ging uns um den finanziell verantwortbaren Erwerb.“ Die Verhandlungen des Bezirks habe man nicht gefährden wollen, deshalb habe man sich bedeckt gehalten und keine öffentlichen Forderungen wie die SPD gestellt (Augsburger Allgemeine vom 27.08.).
 
„Jetzt gibt es die Gelegenheit, dort ein paar wirklich schöne Vorstellungen umzusetzen, die ganz Göggingen zugutekommen“, freut sich Fink und verteidigt ihre Ideen: „Diese plötzlichen Kritiker von heute haben damals gefordert – wir haben zwischenzeitlich gehandelt.“ Sie appelliert an diese, sich mit konstruktiven Vorschlägen einbringen.

(Text als PDF)


Veröffentlicht
13:47:00 12.09.2018