Historische Feste in Augsburg: CSU-Fraktion fordert Neustart mit Kulturreferat und Augsburg Marketing


   

-        -   CSU-Fraktion befürwortet Einbindung der Interessensgemeinschaft in die Planungen für das Fuggerjubiläum 2021

-       -    Fraktionsvorsitzender Kränzle: „Es muss jetzt strukturierte Konzeptarbeit erfolgen“

-        -   Finanzielles Weiterbestehen der IG Historisches Augsburg e. V. soll gesichert werden – Finanzreferentin Weber hat bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert



  



Was lange währt, wird niemals gut: so könnte man die die seit Jahren andauernden Gespräche des zuständigen Ordnungsreferenten mit der IG Historisches Augsburg e.V. betiteln. Trotz Referatszuständigkeit und Sensibilisierung für die schwierige Situation der IG sind die Versuche, der Dachorganisation der erfolgreichen und überregional aktiven historischen Vereine und Akteure der Stadt bei ihrer Neuauf-stellung zur Hand zu gehen, erfolglos verlaufen. Wie der Berichterstattung der Augsburger Allgemeinen vom 3. Juni 2019 zu entnehmen ist, konnte weder eine konzeptionelle oder organisatorische Neugestaltung der Historischen Bürgerfeste erreicht werden, noch ist eine erfolgsversprechende Handreichung durch das Ordnungsreferat – zuständig für die Koordination der Historischen Feste in Augsburg – zur Konzeption eines solchen Festes erfolgt. Diesem für alle Seiten unzufrieden stellenden Agieren soll ein Neuanfang unter inhaltlicher Federführung des Kulturreferates erfolgen.

Die CSU-Fraktion schlägt nun „als letzten Rettungsanker“ vor, so Fraktionsvorsitzen-der Bernd Kränzle, „dass die Verwaltung die die IG in die Lage versetzt, ein zukunftsfähiges Konzept für die kommenden 10 Jahre zu erarbeiten“.

Die CSU-Fraktion im Augsburger Rathaus hat aus diesem Grund einen Antrag an den Oberbürgermeister gestellt, die Neukonzeption und organisatorische Unter-stützung in neue Hände zu geben. So könnte, wie der kulturpolitische Sprecher der Stadtratsfraktion, Andreas Jäckel betont, „ein neuer Festzyklus im Kontext von kulturhistorisch bedeutenden Daten der Augsburger Geschichte aufgesetzt werden“. Der erste Aufschlag könnte bereits 2021 umgesetzt werden.

Im Jahr 2021 steht für Augsburg ein historisch bedeutendes Datum an: das 500jährige Jubiläum der Fuggerschen Stiftungen. Die Fürstlich und Gräfliche Fuggersche Stiftungs-Administration bereitet aus diesem historischen Anlass ein weitreichendes Programm für das Jahr 2021 vor, das in Abstimmung mit dem Kultur- und OB-Referat auch die Einbindung der IG Historisches Augsburg e.V. bereits vorsieht. Gespräche dazu haben mit den Vorständen der IG Historisches Augsburg e.V. bereits stattgefunden und deren Zustimmung gefunden. „Zum Beispiel könnte im Rahmen des Festjahres rund um den historischen, authentischen Ort „Fuggerei“ in der Jakobervorstadt ein neues Stadtviertel fest initiiert werden“, so Kulturausschussmitglied Benedikt Lika, „das bis in die Roten Torwallanlagen reicht“. Diese Konzeption könnte unter Zuhilfenahme der Veranstaltungserfahrenen städtischen Tochtergesellschaft „Augsburg Marketing“ erfolgen, die durch die Ausrichtung der Augsburger Sommernächte große Erfahrungswerte in der Veranstaltungsorganisation hat. Entsprechende Gespräche hat das Kulturreferat unter Referent Thomas Weitzel bereits initiiert. „Ich freue mich, wenn endlich etwas vorangeht“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Leo Dietz, „damit die IG das längst versprochene Veranstaltungskonzept dem Stadtrat vorlegen kann“. 

Gleichzeitig soll dem Verein bis dahin, unabhängig von der Ausrichtung eines Festes, die Möglichkeit zum finanziellen Weiterbestehen ermöglicht werden, damit die organisatorische und konzeptionelle Vorbereitung bis 2021 ohne Druck ermöglicht werden kann. Für solche Gespräche hat Finanzreferentin Eva Weber bereits ein offenes Ohr signalisiert, so Fraktionsvorsitzender Bernd Kränzle.

(Original als pdf)




 

 


 

 

 

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Veröffentlicht
13:36:00 06.06.2019