CSU-Antrag: Einführung einer "Ehrenamtskarte Plus"


die CSU-Stadtratsfraktion beantragt, die Verwaltung zu beauftragen


1. Das bisherige Angebot einer Bayerischen Ehrenamtskarte um einen werthaltigen Gutschein für ein kulturelles- oder Freizeitangebot für Ehrenamtliche aus dem Stadtgebiet anzureichern. Mit diesem Angebot einer “Ehrenamtskarte Plus” soll die Wertschätzung der Stadt für ehrenamtliche Arbeit verstärkt zum Ausdruck kommen.  Dabei soll darauf geachtet werden, dass wertige Angebote aus städtischen Kultur- und Freizeiteinrichtungen (z.B. Staatstheater, Zoo, Botanischer Garten, Kunstsammlungen, Schwimmbäder) enthalten sind. Diese sollen aber nicht nach dem Gießkannenprinzip vergeben werden, sondern die Verbände und Einzelpersonen Gelegenheit bekommen, nach Interessensvorgabe bedacht zu werden.

2. Mit den Ehrenamtsverbänden in Kontakt zu treten und sowohl Quantität wie auch Qualität der Ehrenamtskarte Plus zu diskutieren,

3. die finanziellen Auswirkungen in Bezugnahme zur Anzahl der Ehrenamtsträger der vergangenen beiden Jahre zu prüfen und darzustellen und den Gremien einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorzulegen.

 

Begründung:


Wer sich für das Gemeinwohl einsetzt, hat dafür Anerkennung und Dank verdient. Deswegen gibt die Stadt Augsburg an die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger, die sich seit vielen Jahren überdurchschnittlich ehrenamtlich engagieren, die sogenannte “Ehrenamtskarte” aus. In vielen Gesprächen mit Hilfsorganisationen und anderen  Verbänden von Ehrenamtlichen ist die CSU Fraktion zur Einschätzung gekommen, dass die mit der Ehrenamtskarte verbundenen Preisnachlässe und Vergünstigungen unterschiedlichster Art dem Umfang und der Qualität des Einsatzes der Ehrenamtlichen für das Gemeinwohl nicht gerecht werden. Von vielen wird das vor wenigen Jahren abgeschaffte “Gutscheinheft” zurückgefordert. Die Gründe des Stadtrates für den damaligen Verzicht auf das Gutscheinheft werden von der CSU-Fraktion nicht in Abrede gestellt. Es ist jedoch Aufgabe der öffentlichen Hand, neue Formen der Wertschätzung zu erarbeiten und diese zielgerecht zur Umsetzung zu bringen.

Die Ehrenamtskarte Plus, zum Beispiel bestehend aus einem kostenlosen Besuch des Staatstheaters, des Zoos, der Freibäder, des Botanischen Gartens, der Kunstsammlungen oder anderer Kultur- oder Freizeiteinrichtungen unter städtischer Ägide, könnte je nach Interesse oder Geschmack der ausgezeichneten Personen vergeben werden.

So wird eine beliebige Vergabe nach dem Gießkannenprinzip vermieden und es kommt genau die Ehrung an, die tatsächlich gewünscht wird.

Die Verbände werden gebeten, gemeinsam mit der Stadt ein Konzept zu erarbeiten, das diesen Vorgaben gerecht wird.

Am Ende soll ein gerechtes und wertschätzendes Vergabeprinzip für die vielen Ehrenamtlichen in der Stadt erreicht werden. Dies soll nach Möglichkeit bereits zur Ehrenamtskartenverleihung 2020 umgesetzt werden.


Uz.:

Bernd Kränzle
Fraktionsvorsitzender

Johannes Hintersberger, MdL
Bezirksvorsitzender

Andreas Jäckel, MdL
Kreisvorsitzender

Leo Dietz
Stv. Fraktionsvorsitzender

Claudia Haselmeier
Stv. Fraktionsvorsitzende

Ralf Schönauer
Stv. Fraktionsvorsitzender

Peter Uhl
Stv. Fraktionsvorsitzender

Jürgen Schmid
Stadtrat

Günter Göttling
Stadtrat

Ingrid Fink
Stadträtin


(Original als pdf)







Veröffentlicht
12:01:00 27.06.2019