CSU und SPD stehen zu Mobilitätsdrehscheibe und Bahnhofsumbau

CSU und SPD weisen Vorwürfe zurück - Mobilitätsdrehscheibe und Bahnhofsumbau sind nicht in Frage zu stellen
 
Die beiden Augsburger Regierungsparteien CSU und SPD weisen die Behauptungen von Stadtrat Volker Schafitel als unzutreffend entschieden zurück. Im Gegensatz zu seiner Behauptung war die Bevölkerung über das Bauprojekt unterrichtet. „Die Stadtwerke Augsburg haben frühzeitig über die Verzögerung der Bauzeitplanung, aber auch über die aktuelle Kostenentwicklung die Öffentlichkeit durch die Medien informiert“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CSU, Bernd Kränzle. Der Hauptbahnhof werde zu einem modernen Drehkreuz und sei für das gesamte Bauprojekt „Mobilitätsdrehscheibe“ unabdingbar. Er stellt eine wichtige Verknüpfung für den regionalen und überregionalen Schienenverkehr und die Straßenbahn dar.
„Die Zeitverzögerung, die nun bis zum Jahr 2022 voraussichtlich eintreten wird, ist auch für uns nicht erfreulich“, so Margarete Heinrich, Fraktionsvorsitzende der SPD. Doch sei den Stadtwerken hier kein Vorwurf zu machen, es werde etwa nicht entschlossen gehandelt: „Geschäftsführer Dr. Walter Casazza hat das Projekt zur Chefsache gemacht und in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister zusätzlich externe Controller eingeschaltet, um die Schritte zu überwachen.“ Die Prüfer hatten bis zur aktuellen Entwicklungsphase kein Defizit bei den Stadtwerken Augsburg gesehen. Während der Baumaßnahme sind allerdings technische Probleme aufgetreten, die gelöst werden müssen. „Die Stadtwerke Augsburg haben die Planungen gemäß Bauzeitenplan eingehalten“, betont Heinrich.
Bei einem so großen und langjährigen Bauvorhaben wie diesem kann es zu Kostensteigerungen kommen, das ist nicht ungewöhnlich. Um weitere Zeitverzögerungen und dadurch weitere Kosten zu verhindern, ist die Deutsche Bahn dringend gefordert. Nun ist es an der Bahn, ihrerseits alle Schritte zügig und konsequent anzugehen; insbesondere den Bahnsteig F, der für das Gesamtprojekt enorm wichtig ist.
Beide Fraktionen halten an diesem großen Bauvorhaben fest. Gerade für die Belebung der Augsburger Innenstadt ist der Ausbau des Regio-Schienen-Taktes unabdingbar. Eine 15-Minuten-Taktung, wie vorgesehen, ist für das Umland nur durch den Bahnsteig F und durch die Untertunnelung des Bahnhofes sichergestellt. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger aus dem Augsburger Westen sehnen schon seit langem einen weiteren guten Ausbau des ÖPNV herbei. Ein zeitgemäßer und behindertengerechter Aus- und Umbau des Hauptbahnhofes, so sind sich Kränzle und Heinrich einig, darf nicht mehr in Frage gestellt werden.

(Artikel als PDF)
 


Veröffentlicht
19:00:00 11.11.2014